Der Hallwilersee ist wieder blutrot

Burgunderblut Algen

 

Der Hallwilersee ist bekannt für seine Burgunderblutalgen. Sie können fast jeden Frühling an der Wasseroberfläche "Aufrahmen". Das Phänomen vom roten Wasser im Hallwilersee ist regelmässig im Frühjahr zu beobachten. Die Färbung stammt vom «Burgunderblut». Diese Alge vermehrt sich im Winter und erlebt dann einen regelrechten Wachstumsschub im Frühling, wenn sich die Schichten erwärmen. Besorgniserregend ist dieses Naturschauspiel nicht.

 

Den volkstümlichen Namen «Burgunderblut» Alge verdankt das Naturphänomen der Schlacht bei Murten. Die Eidgenossen bezwangen dort 1476 das Burgunderheer von Karl dem Kühnen. Der von der Alge eingefärbte Murtensee soll gemäss Volksmund vom Blut der gefallenen Burgunder gefärbt worden sein. Laut einer Sage kehrt mit der roten Verfärbung des Wassers das Blut der im See ertränkten Burgunder zurück.

 

Durch die Belüftung des Hallwilersees mit Sauerstoff seit Ende der 1990er-Jahre hat sich das Gewässer langsam erholt – und damit auch dem «Burgunderblut» die Rückkehr ermöglicht.

Der Hallwilersee wird seit Jahrzehnten mit zu viel Nährstoffen, insbesondere Phosphor, belastet. Sauerstoffmangel in der Tiefe und übermässiges Algenwachstum waren die Folgen. Der See wird seither mittels einer Pumpe mit Frischluft versorgt.

 

Dank dieser Massnahme, sowie dem Bau der Abwasserreinigungsanlage Hallwilersee im Jahre 1963, konnte die Phosphorbelastung seit den 1970er Jahren stark gesenkt werden. Lag die maximale Phosphorbelastung in den 1970er Jahren noch bei 16 Tonnen pro Jahr, beträgt sie heute durchschnittlich 3,5 Tonnen.

 

Quelle:  www.ag.ch/de/bvu/umwelt_natur_landschaft/umwelt_1/oberflaechengewaesser/oberflaechengewaesser.jsp

 

Bilder: Ranger Peter Wyss


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